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Drei Goldene Regeln für Radfahrer – So macht das Radfahren richtig Spaß

Lesedauer: 4 Minuten

Für uns Radfahrer gehört das Radfahren zum Alltag. Für die einen ist es das tägliche Fortbewegungsmittel zur Arbeit, für die anderen ist es Sport und wieder andere fahren in ihrer Freizeit. Egal warum und wie oft Ihr Fahrrad fahrt, eins ist dabei wichtig: Dass es Spaß macht! Wer drei einfache Regeln beachtet, sichert sich ungetrübtes Fahrvergnügen auf dem Radl. Mit einem passend eingestellten Sattel sitzt Ihr richtig und könnt komfortabel und effektiv in die Pedale treten. Mit der richtigen Übersetzung sorgt man für ein angenehmes und effizientes Treten, und mit dem richtigen Luftdruck in den Reifen beugt Ihr nicht nur Pannen vor, sondern rollt auch schnell, komfortabel und mit bester Bodenhaftung des Reifens. Doch wie geht Ihr am besten vor und was müsst Ihr beachten? Unsere drei Goldenen Regeln erklären es Euch.

1. Der Weg zum perfekten Sitz

RadfahrerZunächst stellt man den Sattel mit Hilfe einer Wasserwaage oder zur Not mit Augenmaß in die Waagerechte. Danach gilt es die richtige Sattelhöhe zu finden. Dabei hilft eine alte Faustregel: Setzt Euch in den Sattel und stellt die Kurbeln (Pedalarme) senkrecht. Jetzt sollte die Ferse Eures gestreckten Beins satt auf dem unten stehenden Pedal aufliegen. Wird der Fuß dann in die richtige Position mit dem Fußballen über der Pedalachse gebracht, ist das Bein leicht angewinkelt. Wenn Ihr zu hoch sitzt, rutscht Ihr auf dem Sattel hin und her und das ist unbequem und nicht effizient. Wenn Ihr zu tief sitzt, tretet Ihr nicht ergonomisch, könnt die Kraft nicht optimal aufs Pedal bringen und Eure Muskulatur ermüdet wesentlich schneller. Das trifft nicht nur auf sportliche Radfahrer zu, die richtige Sitzposition erleichtert vor allem das Radfahren im Alltag.

Nachdem die Sattelhöhe stimmt, muss der Sattel waagerecht in die richtige Position über dem Tretlager geschoben werden. Diese Einstellung ist etwas knifflig und Ihr solltet dies, wenn möglich, zusammen mit einem Profi machen. Als Hilfsmittel könnt Ihr ein Lot benutzen, das man für diesen Zweck auch leicht selbst basteln kann. Bei waagerecht gestellten Kurbeln soll das von der Kniescheibe nach unten fallende Lot durch die Achse des Pedals fallen. Sportliche Fahrer, die Klickpedale nutzen, sollten beim Einstellen des Sattels ihre Radschuhe mit Schuhplatten tragen.

2. „Flüssig“ treten spart Energie – also schaltet rechtzeitig

phy_7296-kopieDie meisten modernen Fahrräder sind aus gutem Grund mit einer Schaltung ausgestattet. Ob Ketten- oder Nabenschaltung, ob mit mehr oder weniger Gängen, wird dabei vom Einsatzzweck und vom Terrain bestimmt. Dank der unterschiedlichen Gänge könnt Ihr die optimale Trittfrequenz halten, egal ob es bergauf, bergab oder durchs Flachland geht. Denn wer mit der richtigen Frequenz in die Pedale tritt, sorgt für einen flüssigen Bewegungsablauf, ist ausdauernder unterwegs und spart Energie.

Sportliche Fahrer treten höhere Frequenzen als Alltagsfahrer. Bei etwa 60 bis 80 Umdrehungen in der Minute erreichen die Muskeln ihren größten Wirkungsgrad, gerade Freizeitfahrer fühlen sich dabei wohl. Doch je langsamer man tritt, desto schneller ermüden die Muskeln. Deswegen sind unter sportlichen Fahrern höhere Trittfrequenzen üblich – bis zu 110 U/min bei Rennradfahrern. Dabei wird die Muskulatur besser durchblutet und für die gleiche Leistung ist weniger Kraftaufwand erforderlich. Die Bewegungsabläufe der hohen Trittfrequenzen wollen allerdings geübt werden.

Im Stadtverkehr und auf kurzen Strecken liegt man deswegen mit 60 bis 70 U/min goldrichtig. Es ist aber extrem wichtig, die vorhandenen Gänge zu nutzen. „Schaltfaule“ schalten zu spät oder gar nicht und kämpfen sich Anstiege hinauf, die mit dem passenden Gang und der effektiven Trittfrequenz spielend zu bewältigen wären. Je abwechslungsreicher die Strecken sind, auf denen der Radfahrer unterwegs ist, desto mehr Gänge sollten zur Verfügung stehen, um die optimale Trittfrequenz möglichst oft zu erreichen. Der Alltagsradler ohne Trittfrequenzmessgerät muss mit dem Gefühl den richtigen Gang erkennen. Hier müsst Ihr den Gang wählen, bei dem Ihr den geringsten Widerstand spürt, aber trotzdem eine für Euch angemessene Geschwindigkeit fahrt. Das Gefühl beschreiben die meisten mit: „Ich trete ja fast ins Leere.“ So ist gewährleistet, dass Ihr ohne Kraft den optimalen Vorantrieb habt.

3. Mit dem passenden Luftdruck rollen Radfahrer optimal

img_3234Unsere dritte Goldene Regel ist ganz einfach zu befolgen: Prüft bitte alle 3 bis 4 Wochen den Luftdruck in Euren Reifen. Dazu eignen sich Standpumpen am besten oder Ihr kommt in eine unserer Filialen und prüft den Luftdruck dort. Nur mit dem richtigen Druck kann ein Reifen gut rollen. Je schmaler ein Reifen ist und je schwerer der Fahrer, desto höher der erforderliche Druck. Achtet auf den Hinweis auf Euren Reifen, denn die Hersteller geben die Minimal- und Maximalwerte an. Die Reifen verlieren außerdem schneller an Luftdruck, je höher der Luftdruck ist. Wenn der Luftdruck jedoch zu niedrig ist, fängt der Mantel an zu walken und kann einreißen. Das möchten wir Euch ersparen.

Lästige Reifenpannen lassen sich mit dem richtigen Luftdruck vermeiden, denn bei zu wenig Luft im Reifen kann schon eine flache Bordsteinkante zu einem Durchschlag führen. Der Schlauch wird dann zwischen Reifen und Felge eingeklemmt und schon ist der Plattfuß vorprogrammiert. Bei zu hohem Druck dämpft der Reifen nicht mehr gut und die Fahrt wird unbequem. Außerdem wird seine Auflagefläche kleiner, wodurch er weniger Traktion und Halt bietet. Bei Mountainbikes ist das besonders schnell zu spüren.

Nun wisst Ihr worauf es ankommt, um Spaß beim Radfahren zu haben ohne zu Ermüden und lästige Pannen zu vermeiden.

Habt Ihr noch mehr Tipps? Dann teilt sie mit uns und postet in den Kommentaren.

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