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Kaufberatung: Style your City – Mit dem Singlespeed durch die Stadt

Lesedauer: 3 Minuten

Back to the roots. Aber mit Style. Ein Singlespeed ist das ursprünglichste, was man mit zwei Beinen bewegen kann. Schließlich waren die ersten Fahrräder nach der Draisine, die Hochräder, erst einmal Fixies, also Eingang-Räder mit starrem Gang (siehe auch ‚200 Jahre Fahrrad in Deutschland – Die beste Erfindung aller Zeiten‚). Als Kette und Nabe ans Fahrrad kamen, war das erste Singlespeed erfunden. Gangschaltungen kamen später.

Der Trend Singlespeeder aus den Neunzigern, als Fahrradkuriere an der US-Ostküste damit durch die Städte schossen, hat sich inzwischen in Europa etabliert, geblieben ist das große Stilbewusstsein. Denn ein gelungenes Singlespeed ist immer auch ein optisches Statement des Besitzers. Vor allem im Stadtverkehr sieht man viele der schlanken, reduzierten Fahrräder. Großstädte liegen vorne bei den Verkaufszahlen, Berlin dürfte die größte und aktivste Singlespeed und Fixie-Szene in Deutschland haben. Doch ist der Einsatz von Singlespeedern nicht auf den Citydschungel beschränkt. Freaks überqueren mit einem Ein-Gang-Rad mittlerweile die Alpen oder bestreiten sogar das härteste Mountainbikerennen der Welt damit, das Cape Epic in Südafrika.

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Warum ein Singlespeed?

Woher kommt diese Liebe zu einem Rad, das es einem eigentlich schwerer macht? Es gibt erstaunlich viele Gründe, die für ein Singlespeed sprechen: die Reduziertheit, die schlanke Optik, das geringe Gewicht, die Wartungsarmut, Ästhetik, und die direkte Verbundenheit mit dem Fahrrad – vor allem bei Fixies, wenn sich die Kurbeln immer mitdrehen wegen der Starrnabe (Fixed Gear, daher kurz Fixie). Neben den optischen Gründen sind es wirklich auch technische Vorteile: Bei einem Gang verschleißt die Kette weniger, bewegliche Teile wie Schalthebel, Schaltungskäfig oder Umwerfer können nicht kaputt gehen – weil nicht vorhanden.

Antoine de Saint-Exupéry, Pilot und Erfinder des kleinen Prinzen, wird der Spruch zugeschrieben: Perfekt ist dann etwas, wenn man nichts mehr weglassen kann. So gesehen sind Singlespeeder die perfekten Räder, denn jeder ernsthafte Designer, Fahrradfreak oder Selbstbauer versucht genau das: Soviel wegzulassen, dass das Fahrrad fährt – und sonst nichts.

Wer sich ein Singlespeed zulegen möchte, kann inzwischen selbst entscheiden, wieviel er dran oder weg-haben möchte. Inzwischen gibt es auch von großen Herstellern Modelle, meist in mehreren Farbvarianten oder mit wählbaren Zusatzausstattungen.

Klassisches Rahmenmaterial ist Stahl, geschweißt, gelötet oder gemufft. Aufkleber, technische Daten oder der Verkäufer sollten einem verraten, woraus das Rückgrat des Rads besteht. Sorten wie Hi Tensile markieren den Einstieg. Teurer, stabiler und leichter sind dann CroMoly-Sorten (Chrom-Molybdän-Legierungen) von Herstellern wie Reynolds, Columbus oder Tange oder spezielle Anfertigungen renommierter Rahmenbauer wie Ritchey Logic. Natürlich hat auch das Trendmaterial Aluminium nicht haltgemacht vor Singlespeedern, wird von Puristen aber eher abgelehnt. Höchste Weihen wäre dann Titan als Rahmen-Material, unglaublich haltbar und langlebig, dazu meist unbehandelt einfach schön – leider mit überirdischem Preisschild.

Singlespeed

Dynabike Urban Jet

Stil ist, wie bereits erwähnt, ganz wichtig: Das mündet in farblich abgestimmte Accessoires wie Griffe, Sattel und Felgen, auch die Reifenfarbe will wohl überlegt sein. Wieviel muss man dafür ausgeben? Erstaunlich wenig. Durch die Reduziertheit des Singlespeeders gibt es bereits sehr preisgünstige Einstiegsbikes, wenn man stilsicher cruisen möchte. Wie beispielsweise das Dynabike UrbanJet, das mit 199 bzw. 299 Euro sensationell im Preis-Leistungs-Verhältnis aufrollt. Dabei kann man in der bevorstehenden Saison aus 4 lässigen Farbkombinationen auswählen. Der Clou: Das Dynabike UrbanJet lässt sich wahlweise als Singlespeed oder Fixie fahren. Die erste Wahl für Radfans mit kleinem Budget, aber gutem Geschmack.

Singlespeed

BULLS Recreation Ground

Stylish, lässig, dabei technisch fein verarbeitet und detailverliebt zeigt sich in der nächsten Preisklasse das BULLS Recreation Ground. Damit ist man superschnell unterwegs, und kann sich ebenfalls am (schwierigen) Fixie-Fahren probieren. Durch die verstellbare hintere Nabe lässt sich das Recreation Ground wahlweise mit starrer Nabe oder Freilauf bewegen. Wer stabile Transportmöglichkeiten braucht, wählt die Variante mit angeschweißtem Lenkerkorb – der kann nicht gemopst werden.

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KONA Paddy Wagon ST

Liebhaber amerikanischer Kultmarken schwingen sich auf das Kona Paddy Wagon ST. Für einen attraktiven Preis rollt man auf einem sehr zuverlässigen Singlespeeder in lässiger Retro-Optik. Eine zügige Fortbewegung garantieren die verbauten industriegelagerten Hochflanschnaben. Optisch und technisch erste Sahne ist der hochwertige Reynolds 520 Stahlrahmen. Die perfekte, weil superschnelle 30 mm Schwalbe Spicer Bereifung rundet dieses stilsichere Paket ab.

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