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Menschen bei Stadler: Benjamin macht die Fahrradreparatur bei den Profis

Lesedauer: 3 Minuten

An jedem unserer Standorte bieten wir die Fahrradreparatur an. Unsere hochqualifizierten Zweirad-MechanikerInnen und Zweirad-MechantronikerInnen reparieren jedes Fahrrad und montieren neue Fahrräder zusammen. Einen unserer Mechaniker möchten wir Euch heute vorstellen: Benjamin. Er arbeitet bei uns in der Werkstatt in Berlin-Charlottenburg. Doch das ist nicht sein einziger Einsatzort als Mechaniker.

Fahrradreparatur

Benjamin in unserer Werkstatt

Benjamin, seit wann arbeitest Du bei uns?

Ich bin bei Stadler seit 2009 als Zweirad-Mechaniker tätig.

Du kannst natürlich alles am Fahrrad montieren und reparieren, aber was machst Du am liebsten und was magst Du am wenigsten?

Am liebsten klebe ich Schlauchreifen und wickle Lenkerband. Am wenigsten mag ich es Lichtkabel bei einem Hollandrad im Rahmen zu verlegen.

Was war die schwierigste Herausforderung bei einer Fahrradreparatur, die Du meistern musstest?

Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten… Es gab mal eine Avid-Bremse, das ist eine Scheibenbremse, und da hatten sich die Kolben festgesetzt. So eine Bremse wieder Instand zu setzen, bzw. die Dichtung auszutauschen, ist sehr kompliziert ohne dabei die Bremse zu beschädigen.

Was ist eine Deiner typischen Aufgaben? Was musst Du am meisten am Fahrrad reparieren?

Am häufigsten machen wir Sicherheitschecks und Inspektionen.

Und was hast Du vor Stadler gemacht?

Vor Stadler war ich bei Bike-Side in der Schönhauser Allee und habe meine Ausbildung gemacht. Meinen Zivildienst habe ich danach im Krankenhaus Neukölln gemacht.

Hast Du Dich schon immer für den Radsport interessiert?

Benjamin beim Slopestyle

Seitdem ich 12 bin interessiere ich mich für verschiedene Radsportarten. Es hat bei mir selber mit dem Mountainbiken angefangen. Zu Beginn habe ich mich erst mal im Downhill versucht und habe dabei ein gutes Gefühl fürs Radfahren bekommen. Es ging dann weiter mit Biker X Rennen und Dirt Jump. Vor allem das Dirt Jump fahren hat mir viel Spaß gemacht. Das Trickspringen ist auch für das Publikum ein sehr attraktiver Sport. Später bin ich dann zum Slopestyle gekommen. Das ist ein Sport der dem BMX Park fahren ähnlich ist, nur dass alles größer ist und der Sport auf dem Mountainbike ausgeübt wird. Während meiner Ausbildung hatte ich schon immer mit dem Rennrad geliebäugelt. Die Tour de France hatte ich zu dem Zeitpunkt auch schon mit verfolgt. Aber erst als ich mir dann mit 20 ein Rennrad gekauft habe, wurde ich vom Straßenradsport infiziert.

Deine Tätigkeit bei uns in der Werkstatt ist ja nicht Deine einzige Aufgabe. Wo setzt Du Deine Fähigkeiten als Zweirad-Mechaniker noch ein?

Seit fast acht Jahren arbeite ich als Mechaniker im Profiradsport. Ich war selber Radsportler, deshalb macht mir die Arbeit mit den Athleten sehr viel Spaß. In der Zeit habe ich schon viele schöne Sachen erlebt. Gearbeitet habe ich bisher mit: Team Milram, Garmin Cervélo Frauenteam, Team NetApp, Leopard Pro Cycling, Team Specialized Concept Store, Aserbaidschanische Nationalmannschaft, US Cycling und der Luxemburger Nationalmannschaft. Aktuell arbeite ich mit dem Team Leopard Pro Cycling. Das ist ein Luxemburger Continental-Team.

Meine schönsten Erlebnisse waren bisher Paris Roubaix in 2011, Amstel Gold Race in 2012 und die WM mit den Luxemburgern in 2015 und 2016.

Seit wann machst Du das und wie bist Du dazu gekommen?

Dazu gekommen bin ich durch einen alten Schulfreund, mit dem ich in der Berufsschule an einem Tisch gesessen habe. Er hatte damals beim Team Milram gearbeitet. Durch ihn konnte ich dort mein erstes Rennen als Mechaniker machen.

Wie sieht Dein Job dort so aus? Was musst Du machen?

Fahrradreparatur

Benjamin repariert die Räder der Profis auch während der Fahrt

Bevor es zu den Rennen geht muss das Material gereinigt und kontrolliert werden. Alles muss perfekt funktionieren. Im Vorfeld bin ich viel am Reifen kleben, um die Chance auf Defekte im Rennen zu minimieren. Ansonsten werden die Räder komplett durchgecheckt. Falls es kaputte Teile oder Rahmen geben sollte haben wir immer genügend Material im Transporter dabei.

Im Rennen bin ich dann im Renndienstwagen, um im Notfall eingreifen zu können. Dann muss es aber sehr schnell gehen, damit der Fahrer wieder weiter fahren kann. Am Abend nach dem Rennen müssen die Räder für die nächste Etappe wieder gereinigt und durchgecheckt werden. Bei der Arbeit bin ich sehr penibel und gucke mir lieber das Rad drei mal an, damit mir auch kein Mangel entgeht.

Was ist Dein ultimativer Tipp für Radsportler und unsere Kunden?

Mein Tipp, den ich jedem Radfahrer und ambitionierten Sportler geben kann, ist sein Rad möglichst sauber zu halten, um den Verschleiß gering zu halten. In regelmäßigen Abständen sollte geprüft werden, ob genug Luft auf den Reifen ist und die Schraubverbindungen von Vorbau, Lenker und Sattelstütze mit dem richtigen Drehmoment angezogen sind. Das mindert das Risiko eines Unfalls. Wenn man sich unsicher ist, sollte man lieber eine Fachwerkstatt, z.B. unsere, aufsuchen.

Vielen Dank für das Interview, Benjamin!

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