News Ticker
Keine Chance für Langfinger – Tipps und Tricks für das richtige Fahrradschloss
14. Dezember 2016
Sportuhr Polar M600
Smart und sportlich – die Smartwatch Polar M600 für Business & Lifestyle
21. Dezember 2016
Rennrad-Experte

Menschen bei Stadler: Olympiasieger Guido Fulst ist unser Rennradexperte in Berlin

Lesedauer: 3 Minuten

In der Kategorie Aktuelles werden wir neben anderen aktuellen Themen „Menschen bei Stadler“ vorstellen. Für den ersten Beitrag haben wir Rennrad-Experten Guido Fulst interviewt.

Guido ist ehemaliger deutscher Radrennfahrer. In seiner Karriere wurde er Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister im Bahnvierer. 2008 beendete er seine Radsport-Laufbahn und arbeitet seit 2014 in unserer Filiale in Berlin-Charlottenburg als Rennrad-Experte.

Guido hat im Radsport viel erreicht, weshalb wir ihm den ersten Artikel in unserer Reihe „Menschen bei Stadler“ widmen.

Guido. Viele von uns bekommen Radfahren von unseren Eltern beigebracht. Wie hast du das Rad fahren erlernt?

Ich habe das Radfahren übers Selbststudium erlernt. Es war ein „Lernen durch Schmerz“ 😉

So ganz alleine? Wirklich?

Nein, mit meiner Schwester 🙂

Und wie wurdest Du dann zum Profi?

Olympiade Sydney 2000 - Olympische Spiele Sydney 2000 Goldmedaille fuer den Bahnvierer aus Deutschland mit Jens Lehmann - Robert Bartko - Daniel Becke und Guido Fulst © ROTH-FOTO 02238/962790

Olympiade Sydney 2000 – Olympische Spiele Sydney 2000
Goldmedaille fuer den Bahnvierer aus Deutschland mit Jens Lehmann – Robert Bartko – Daniel Becke und Guido Fulst
© ROTH-FOTO 02238/962790

Ich wurde gesichtet vom meinem damaligen Trainer in Wernigerode. Der ist damals durch die Schulen gegangen und hat dort die Sportlehrer gefragt, wer für den Leistungssport in Frage kommen könnte. Dann haben die gefragt, ob ich dazu Lust hätte und somit bin ich in deren Verein gegangen. Außerdem fand ich Radfahren cool.

Was waren die schönsten Momente während deiner Radsportkarriere?

Das erste Mal Weltmeister zu werden 1989 in Lion. Es war das große Highlight meiner Laufbahn, weil ich als Ersatzmann zur Weltmeisterschaft gefahren bin und dann alle (vier) Läufe gefahren bin und Weltmeister wurde.

Und was war traurig?

Immer dann, wenn ich meine Erwartungen nicht erfüllen konnte, wie zum Beispiel 1996 in Atlanta.

Was war da?

Da wurde ich zwei Mal Neunter.

Was hat Dich motiviert zu gewinnen, weiterzumachen?

Der Spaß am Radfahren. Er ist halt immer schön, wenn man Job und Hobby verbinden kann. Für mich war es immer beides in einem.

Und wann wusstest Du, dass du aufhören möchtest?

Nachdem meine Erfolgsaussicht nicht so war, wie ich es mir vorstellte.

Hattest Du schon alles erreicht?

Ich hatte alles erreicht und ich wusste, dass ich meinen Mindestanspruch an mich selbst nicht erreichen konnte. Da war für mich mit 38 Jahren der Moment gekommen, zu überlegen mich anderen Tätigkeiten zu widmen.

Was empfiehlst Du jemanden, der im Radrennsport erfolgreich sein möchte?

Olympiade Sydney 2000 - Olympische Spiele Sydney 2000 Gold fuer den deutschen Bahnvierer mit v.l.n.r. Guido Fulst - Robert Bartko - Jens Lehmann - Daniel Becke © ROTH-FOTO 02238/962790

Olympiade Sydney 2000 – Olympische Spiele Sydney 2000
Gold fuer den deutschen Bahnvierer mit v.l.n.r. Guido Fulst – Robert Bartko – Jens Lehmann – Daniel Becke
© ROTH-FOTO 02238/962790

Man sollte Spaß daran haben und sportlichen Ehrgeiz besitzen. Denn nur so kann man durch Tiefen kommen. Wenn man keinen Spaß hat und man hat ein Tief, dann ist leider Ende.

Als ehemaliger Radrennfahrer liegt es nah, dass Du nun bei uns als Rennrad-Experte arbeitest. Das hast Du aber nicht direkt nach dem Radsport angefangen. Wie kam es dann trotzdem dazu?

Es hat sich so aus der Situation heraus ergeben, nachdem ich den Niederlassungsleiter in Berlin-Charlottenburg angesprochen hatte. Es passt einfach, weil ich die Erfahrung habe und durch meine Expertise den Kunden die Rennräder in der Praxis zeigen kann.

Was unterscheidet Stadler in Deinen Augen von anderen Fahrradläden?

Stadler ist groß und hat enorme Kompetenz. Ich kann dem Kunden das zeigen, was er sich vorstellt und er kann es vor Ort testen. Ein kleiner Radladen hat von einem Modell keine fünf verschiedenen Rahmengrößen vorrätig. Es ist schon ein großer Unterschied, ob der Kunde ein Rad testen kann oder ob er es sich nur im Katalog anschauen kann und es ‚könnte‘ passen.

Du engagierst Dich für gemeinnützige Zwecke. Du bist Botschafter für das Projekt „Fahrradhelden“ von der Stiftung dare. Dafür organisierst Du die Fahrradhelden-Tour. Was steckt dahinter und warum machst du das?

Fahrradheldentour Finale

Das Team der Pilot-Fahrradheldentour im Oktober 2016

Mit der Fahrradhelden-Tour fahren wir sechs Zielorte/-städte an und in jeder Stadt überreichen wir Fahrräder an bedürftige und traumatisierte Kinder aus Kinderheimen und Wohngruppen.

Ich mache das aus eigenem Spaß und ganz wichtig ist mir, dass ich damit gleichzeitig noch etwas gutes tun kann. Es ist ein Thema, das in Deutschland nicht so bekannt ist. Aber ich denke, es ist schon ein großes Problem und darauf möchte ich aufmerksam machen.

Und da kann jeder sich gerne beteiligen und mitfahren und/oder spenden. Umso mehr sich an unserem Projekt beteiligen, umso mehr Kindern können wir ein Fahrrad geben. Infos gibt es hier.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Simple Share Buttons