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Rad fahren am Ende von Südafrika – Teil 1: Mountainbiken im Trail-Paradies

Lesedauer: 10 Minuten

Die besten Mountainbike-Reviere, die schönsten Tipps für Kapstadt

Mountainbike SüdafrikaDas Paradies für Mountainbiker liegt am Ende von Afrika. Das Western Cape, die Provinz um Kapstadt und das Kap der Guten Hoffnung, hat sich langsam und sicher zum Mountainbike-Nirwana entwickelt. In über zwanzig Weingütern sind Trails nur für Mountainbiker angelegt, auf denen man sich schwindlig fahren kann. Um diesen Genuss abzurunden, kann man hinterher auch noch die guten Tropfen des jeweiligen Weinguts bei einem „Tasting“ genießen. Ein himmlisch-erdiges Vergnügen, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Was kostet der Eintritt ins Mountainbike-Paradies? Umgerechnet zwei Euro fünfzig oder 40 Südafrikanische Rand. An der Schranke zur Wein- und Obstfarm Oak Valley lösen wir den Eintritt. Der Genuss, der in den nächsten zwei Stunden vor uns liegt, haben wir dem Winzer der Farm zu verdanken. Nein, wir sind nicht zum Wine Tasting hier. Der Oak Valley Sauvignon Blanc ist zwar wunderbar, doch die Trails dieses Tals wollen eindeutig vorher genossen werden. Denn die Singletrack-Kurse auf der Farm, die rund eine Stunde nordöstlich von Kapstadt liegt, sind „Premier Cru“. Der Kellermeister ist auch Mountainbiker und hat seine beiden Leidenschaften perfekt kombiniert. Er kennt Terroir und Trauben im Oak Valley wie kein anderer, und hat die Strecken komponiert wie einen guten Tropfen. Auf der „Black Line“ wartet beim Einstieg schon der erste angenehme Geschmack: Sanftes Hineintasten auf trocken-lehmigen, mit Gras umgebenen Weidepfaden. Dann das Intermezzo mit kräftigem, intensivem Aroma für die Stollenreifen: Schnelle Anliegerkurven, knackige Steilanstiege, wunderbar flüssige Turns in schattigen Wäldern. Und ein langanhaltender, kräftiger Abgang für das Genusszentrum: das Finale zurück zur Farm mit perfektem Verhältnis von Neigung, flüssigem Baum-Slalom und Rollercoaster-Flow. Wie bei Verkostungen hilft auch hier mehrmaliges Probieren, auf der Zunge zergehen lassen, nochmals nachkosten. Denn erst wenn man die Trail-Abschnitte bereits gut kennt, kann man das Gas richtig stehen lassen. Und dann man weiß mit Sicherheit, dass dieser Rausch nicht mit Kopfschmerzen endet. Dafür sorgt auch schon der Kopfschutz. In Südafrika heißt es klar und deutlich: No helmet, no ride. Biken nur mit Helm. Basta.

Gegründet wurde die Farm Oak Valley im Jahre 1898, exakt 110 Jahre später entstand 2008 die „Mountain Biking Experience“ auf dem Farmgelände. Da war es zum ersten Mal auch Station für das Etappenrennen Cape Epic. Das Thema erinnert an „Henne und Ei“. Die Zahl der Mountainbike-Gebiete in der Provinz Western Cape hat sich in den letzten zehn Jahren schätzungsweise verdreifacht. Fahren nun jährlich 1200 Mountainbiker beim Cape Epic mit, weil es so viele gute Trails in Südafrika gibt? Oder bauen immer mehr Weingüter und Forstgebiete mehr Tracks, weil das Epic so erfolgreich ist? Eigentlich egal. Für uns Europäer wird das Kap der Guten von Herbst bis Frühjahr zur letzten Hoffnung. Die perfekte Flucht-Destination, wenn es in Deutschland so richtig gräulich wird.

Ende November, Anfang Dezember kann man bereits die Kurve kriegen und die staubtrockenen Trails südlich des Äquators rocken. Die zweite Chance erhält man von Februar bis April, wenn die Bike-Saison rund ums Kap in voller Blüte steht.

Mountainbike KapstadtKurzes, aber intensives Erleben steht in Südafrika auf den Mountainbike – Karten. Es gibt kaum Runden, die länger als 30 Kilometer sind. Wobei man die mit „blau-rot-schwarz“ je nach Härtegrad markierten Strecken auch kombinieren kann. So beispielsweise direkt am Fuße des Table Mountains oder im Tokai Forest, im ältesten Weinanbaugebiet Südafrikas. In mehreren Schleifen mäandern die markierten Wege unterhalb des abgeflachten Tafelbergs. Immer wieder öffnen sich neue herrliche Blicken über die City Bowl von Kapstadt, hinüber nach Robben Island und über die Bucht. In der Table Bay legen täglich Containerschiffe und auch mal die „Queen Elizabeth“ an, ziehen Segelschiffe ihre Bahn. Noch spannender als die City Trails, die die Locals hauptsächlich morgens und abends zum Quickie-Training nutzen, sind die für Mountainbiker angelegten Trails in Durbanville, eine halbe Fahrstunde entfernt. „Manicured singletracks“ sagen die südafrikanischen Biker dazu. Handgepflegte saubere Sand- und Lehmpfade, oft mit überhöhten Anliegerkurven, immer fahrbaren Haarnadelkurven und phantasievollem Streckenverlauf, um das Maximale aus dem Gelände heraus zu holen. Nicht wundern, dass man sich in acht Zick-Zack-Schleifen durch Weinreben nach oben schraubt, wie im Gelände von Tygerberg Valley. Zum einen nimmt der Trailbauer so die harte Steigung aus der Strecke. Zum anderen ist einfach nicht mehr Platz zwischen den Reben. Dafür weiß man, dass nichts Fieses eingebaut ist. Drops oder extreme Steilstücke werden mit Warnschildern angekündigt. Fast immer ist eine „Chicken Line“ daneben gebaut. Was Überwindung kostet, aber gelernt werden will, sind steile Holzrampen über Weidezäune. Die kommen hauptsächlich in der Gegend von Grabouw und Oak Valley vor.

mtb-kapstadt-3Rund um Durbanville haben sich mehrere Areale etabliert, durch die Pionierarbeit des Tygerberg Mountainbike Clubs. In Gesprächen und in Kooperation mit Weingütern, Farmbesitzern und der Provinzverwaltung wird das Wegenetz ständig erweitert und gepflegt. Deshalb wird in den Mountainbike-Gebieten immer ein Obulus verlangt, den man ehrlicherweise in eine „Honesty Box“ an einem Startplatz in die Clubkasse wirft. Oder man bewegt sich auf dem Gelände eines Nationalparks im Western Cape, wofür ebenfalls Eintritt zu zahlen ist. Die Preise schwanken zwischen 30 und 100 Rand. Das sind je nach aktuellem Wechselkurs zwei bis sieben Euro.

Mountainbike SüdafrikaSprung in eine andere Landschaft: Die Cederbergs bieten herrliche, rötlich-gelbe Felsformationen nördlich von Kapstadt, die die Locals gerne für ein verlängertes Wochenende aufsuchen. Rund drei bis vier Stunden Anfahrt müssen sich schon lohnen. Auch hier ziehen sich nun markierte Wege für Biker durch die Fynbos-bewachsenen Hügel, direkt an den schönsten Formationen wie „Lot’s Wife“ vorbei. Meist sehr trocken und häufig sehr ruppig, mit losen Steinen und lockerem Geröll laufen hier die Trails. Man merkt, warum Südafrika sehr schnell zum 29er-Country wurde. Die Welle der großen Laufräder schwappte schon vor einigen Jahren hierher, mit einem 26-Zöller wird man häufig milde belächelt. Neben dem Biken bieten sich Wandern und Klettern in den Cederbergs an, das Gebiet Rocklands ist eine der besten Boulder-Gebiete auf dem Globus. Da die Übernachtungsmöglichkeiten begrenzt sind, sollte man an einem Wochenende unbedingt zuvor reservieren (siehe Bike-Reviere).

Nach der ersten Runde stehen wir wieder am Eingangstor von Oak Valley. Grinsend und mit Rest-Adrenalin vom herrlichen Finish durch alte Eichenwälder. Hier wird für unsere zwei Euro fünfzig sogar Special Service geboten. Es gibt einen Wasserschlauch, um das Bike zu reinigen und Duschen, damit wir den Staub abspülen können. Ganz südafrikanisch gönnen wir uns ein „Wine Tasting“ im Haupthaus, und danach ein leckeres Essen im „Pool Room“-Restaurant. Der Oak Valley Sauvignon Blanc schmeckt nach der Tour durch seine Reben einfach doppelt so gut.

Die besten Mountainbike-Reviere in und um Kapstadt und im Western Cape

1 Table Mountain

mtb-kapstadtDirekt am Fuß des Tafelbergs wurden Wege für Mountainbiker markiert. Der Trailanteil ist gut, aber nicht überwältigend. Kurze steile Anstiege und Abfahrten auf zum Teil sehr grobem Schotter. Perfekt für eine schnelle Trainingsrunde bis zu zwei Stunden und zum Warmfahren. Entweder fährt man von Deer Park im Stadtteil Vredehoek hinauf bis zu King’s Blockhouse. Oder man steigt an der Schranke der Straße ein, die zur Tafelberg-Gondel führt. Auch ein Ausflug zu „Rhodes Memorial“ ist möglich. Seit Ende 2016 gibt es eine neue Verbindung bis Constantia zu Füßen des Tafelbergs. Ein Traum mit super Blicken. Vorher kann, wer will, eine Schleife über den Signall Hill drehen. Karten und Infos gibt es beim Table Mountain Bikers Club oder bei den Hütten der Nationalpark-Verwaltung.

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2 Tokai/Silvermine

Eines der ältesten MTB-Gebiete nahe am Nobel-Stadtteil Constantia. Man fährt auf Schotter hoch, um auf angelegten Tracks wieder runter zu cruisen. Die Wald-Plantage ändert ihre Trails zuweilen, wenn Bäume frisch gefällt werden. Nach einem großen Brand wurde einiges neu angelegt. Abwechslungsreiche Tracks mit Wurzeln und Steinen, vom Level nicht zu schwer und mit schönem Flow. Eigener Freeride-Track, den man auch als Normalbiker in Teilen befahren kann. Im unteren Bereich schattig, weiter oben kann’s heiß werden. An Wochenenden stark frequentiert, da man nur 30 Minuten vom Stadtzentrum aus braucht. Eintritt an die Nationalpark-Verwaltung an der Zufahrtsstraße zum Parkplatz Tokai Forest Road zahlen.

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3 Durbanville

Bei Namen wie Contermanskloof, Meerendal und Hoogekral fangen auch die Augen der Locals zu leuchten an. „Best trail riding“ mit Tafelberg- und Bucht-Blick aus der Ferne. In den Hügeln um Durbanville kann man sich auf Abschnitten wie „Stairway to Heaven“ in unendlichen Schleifen mit dem Mountainbike schwindlig fahren. Nicht umsonst ist die Region auch 2017 Schauplatz für den Prolog des legendären Cape Epic. Einziger Nachteil: Wenig Schatten, also früh morgens losziehen. Cool als Treff- und Startpunkt ist der Shop „The Bike Shed“. Hoogekral ist eine kleine Farm mit relativ kurzem Loop, der aber auf der Fun-Skala mächtig Punkte sammelt. Zwei Mal fahren!

Mehr Infos findet Ihr hier und hier

4 Stellenbosch

Mehrere Weinfarmen buhlen um die Gunst der Mountainbiker. Allen voran die erste Trail-Farm namens Dirtopia und das Tal Jonkershoek. Zwei Talseiten hat man im Gebiet Jonkershoek zur Auswahl. Trainingsgebiet der Schweizer Bike-Legende Christoph Sauser. Schon vor Jahren waren die Singletracks super, inzwischen wurde das Gebiet noch erweitert. Bottelary Hill ist eine kleine Weingregion vor Stellenbosch an der R 310, das erstaunlich weite Strecken ermöglicht und einen der steilsten Anstiege im Western Cape aufweist. Auch hier haben sich die Trailbauer vom Tygerberg Club betätigt: Serpentinen-Spaß mehr als garantiert – in diesem Fall bergauf. Mehrere Strecken sind markiert. www.bottelaryhillsmtb.co.za

5 Grabouw/Oak Valley

Die Farm-Trails auf Oak Valley sind ein Leckerbissen. Auch hier eher früh starten. Wer es hart mag, fährt ins Hottentots Holland Mountain Reserve. Dort gibt es die längsten Höhenmeter am Stück auf den Groenlandberg, beliebter Anstieg im Cape Epic. Locals könenn eine Schleife drehen, Ortsunkundige fahren den Anstieg auf dem Mountainbike wieder hinab. Im Ort Grabouw gibt es steinige, interessante Singletracks und Schotterauffahrten beim Country Club am kleinen Stausee. Weitere super Trails sind auf den Weinfarmen Paul Cluver, Thandi und Lebanon angelegt, nur 10 Autominuten entfernt.

Oak Valley Wines
MTB Routes
Lebanon Mountainbike Trails

6 Cederbergs

Eine echte Zeit- und Welten-Reise. Die Ruhe und Schönheit der Cederberg Mountains lässt einen komplett abtauchen. Auf dem Mountainbike dagegen braucht man volle Konzentration, denn die wahnsinnigen Felsformationen lenken ständig den Blick von den steinigen, teils sandigen Trails. Perfekter Startort ist Sanddrif, dort kann man zelten oder Cottages mieten. Daneben ist die einzige Weinfarm mit kleinem Shop. Genügend Zeit einplanen für die Fahrt. Die letzten 30 Kilometer fährt man auf Sandstraßen. Alternativ wohnt man in der Cederberg Oasis, Chef Gerrit grillt die besten Steaks und Ribs. Die Trails sind markiert. Karte gibt es bei iRideAfrica.

7 Ceres/Robertson/Wellington

Etwas weiter entfernt von Kapstadt und etwas verstreute Mountainbike-Gebiete machen die Region nur empfehlenswert, wenn man einen Road-Trip im Urlaub einplant. Spannende Trails durch Felsformationen gibt es auf der Farm Welvanpas bei Wellington. Ebenso einsam ist man auf der Farm Eselfontein unterwegs, nahe der Früchte-Hauptstadt Ceres. Farmbesitzer Deon Malherbe ist Mountainbiker und hat mit seinen Arbeitern Trails angelegt.

8 Knysna

Grün, grün, grün, blau – die schönsten Trails im Wald mit unzähligen Wurzeln findet man im Harkerville Forest bei Knysna, rund 400 Kilometer von Kapstadt entfernt. Nach der Waldschleife rollt man mit seinem Mountainbike auf der Steilküste hoch über dem donnernden Indischen Ozean entlang, bevor man wieder ins schattige Grün eintaucht. Zweites Gebiet sind die Homtini Trails, rund 25 km außerhalb. Informationen holt man sich am besten im Bike-Shop in Knysna.

Allgemeine Infos zu Südafrika

Anreise

Nahezu alle großen Fluglinien landen in Kapstadt, meist mit Zwischenlandung in Johannesburg. Am günstigsten sind Emirates, Turkish Airlines und Quatar. Schnell und direkt sind SAA und Lufthansa. In der Nebensaison gibt es Flüge ab 650 Euro, in der Saison (Ferienzeiten) um die 1000 Euro. Kosten für die Bike-Mitnahme ändern sich laufend, deshalb im Internet schauen oder direkt bei der Fluglinie nachfragen. Mit Emirates auch Gabelflug mit Durban als Station möglich. Eine Flugsuchmaschine für günstige Flüge ist Kayak.

Unterkünfte

Hotels gibt es jede Menge in Kapstadt, viel netter und persönlicher sind B&Bs und Guesthouses, meist mit super Frühstück, professionellem Service und vielen persönlichen Tipps der Gastgeber. Günstiger sind Hostels, die hauptsächlich für Wind- und Kitesurfer anbieten und daher meist in Blouberg (außerhalb der Stadt) liegen. Kosten ab 25 Euro pro Nacht/Person, B&Bs um die 50 Euro. Einen guten Überblick gibt es bei Cape Stay. Interessant ist auch der Greenwood Guide to South Africa, denn die bieten ‚hand-picked accomodation, things to do and places to eat“. Coole Viertel sind Tamboerskloof, Vredehoek, Oranjezicht.

Bike Shops

Inzwischen gibt es an die zwanzig Shops relativ zentral. Gut sortiert sind Bowman’s, Cycle Lab, Revolution Cycle, The Handlebar, Johnny O Connor, Action Cycling. Complete Cyclist in Hout Bay. Direkt im Bikegebiet Durbanville liegt The Bike Shed. Überblick hier.

Veranstalter/Verleih

Daniel Dobinson von iRide Africa  führt Touren und verleiht gute Giant-Fullys.

African Bikers bietet mehrtägige Radreisen auf dem Mountainbike an.

Touren gibt es auch bei Day Trippers, Chef Steve Thomas ist ein echtes Original.

Die Leihbikes sind nicht immer aktuell, gibt es auch bei Downhill Adventures

Essen & Trinken

In Kapstadt gibt es Restaurants aller Richtungen: Von Afrikanischen Heuschrecken bis Haute Cuisine. Tipps: Sushi im Codfather/Camps Bay oder Beluga/Greenpoint. Französisch im Bizerca im Heritage Square. Beste Burger bei Van Hunk, Kloof Street. Italienisch im Nona, Rheede/Orange Street. Edel: The Roundhouse, Glen, Camps Bay. Dort auch super Picknick Freitag abends. Markt in der Biscuit Mill in Woodstock, immer samstags.

Weltklasse: südafrikanische Weine, egal ob weiß oder rot. Der lokale Schaumwein wird als Cap Classique in der Flasche vergoren und hat für bereits 120 Rand locker Champagner-Qualität. Bier: Windhoek Lager aus Namibia empfehlenswert. Sehr beliebt ist auch Cidre in Flaschen: Savanna oder Hunter’s Dry.

Weingüter

Unbedingt einen Ausflug auf ein oder mehrere Weingüter einplanen. Stadtnah und herrlich gelegen sind Klein oder Groot Constantia und Steenberg. Super Blick und neuen Showroom hat Delaire auf der Strecke von Stellenbosch nach Franschhoek, auf dem Heelshoogte-Pass rechts. Persönliche Tipps: Môreson kurz vor Franschhoek, mit Bread & Wine als ausgezeichnetem Restaurant. Für edle Rotweine: Weingut Rust en Vrede bei Stellenbosch.

Coffee

Der Kapstädter liebt Kaffee- und Frühstückskultur, in der City drängen sich die Coffeeshops. Es gibt sogar einen kleinen Kaffee-Führer. Favoriten: Haas im BoKaap, BeanThere in der Wale Street, Deluxe Coffeeworks in der Roodehoek Street und alle Filialen von Vida e Caffé.

Geld/Wechselkurs

Der südafrikanische Rand (ZAR) ist stark schwankend. In der Hochsaison erhält man lediglich 12 Rand/Euro, in Nebenzeiten kann man auch 14-15 Rand pro Euro rechnen. Man kann gegen die üblichen Gebühren mit einer Kreditkarte an Bankautomaten Rand abheben. Vorsicht vor Trickbetrügern an Geldautomaten auf belebten Plätzen.

Kommunikation

Roaminggebühren sind in Südafrika noch sehr hoch. Für wenige Euro gibt es Prepaid-SIM-Karten verschiedener Anbieter. Man muss sich einmal registrieren mit Reisepass (z.B. bei Pick&Pay, wo man die SIM auch kaufen kann) und dann ist die Karte freigeschaltet. Dann kauft man Guthaben, das über eine PIN freigeschaltet wird. Selbst aus dem südafrikanischem Netz telefoniert man meist billiger nach Deutschland als mit deutschem Provider.

Heutzutage könnt Ihr Euch auch eine SIM-Karte vor der Reise bestellen und nach Hause in Deutschland schicken lassen. Auf TravSIM.de gibt es schon für 9,90 € eine SIM-Karte und dann kann man sich zusätzlich Datenvolumen und/oder Minuten für internationale Anrufe kaufen.

Bücher/Karten

Top MTB Trails, Jacques Marais, MapStudio, 25,- Euro (englisch, vor Ort kaufen), Reiseführer: Wallpaper City Guide Cape Town, Phaidon, 8,95 Euro, „Richtig reisen Südafrika“ (DuMont) und „Kapstadt, Gardenroute und Kapprovinz„, beide von Elke und Dieter Losskarn, 25,- bzw. 14,90 Euro.
Digitale Karte South Africa zB. bei Open MTB map

Links zu Mountainbike und Fahrrad

MTB Routes
MTB Online

Bicycling Magazine South Africa
Ride

Allgemein Informationen über Südafrika

South Africa
Tourism Capetown

Das Visum erhält man bei Einreise bis zu 90 Tage, im Reisepass sollten noch zehn freie Seiten sein.

Was man in Kapstadt noch unternehmen sollte:

Konzerte

Die Sonntagskonzerte im Botanischen Garten in Kirstenbosch sind zwar kein Geheimtipp mehr – haben aber einfach eine herrliche Stimmung. Picknickdecke, Snacks und Getränke in die Kühlbox und mindestens eine Stunde vor Konzertbeginn anrücken. Dann gibts die besseren Plätze, und die Schlange am Eingang ist noch erträglich. Mehr Infos findet Ihr hier.

blue-lagoonSurf-Kurs in Muizenberg

Warmes Wasser, freundliche Welle. Wer den Einstieg ins Wellenreiten probieren möchte, dann in Muizenberg. Einsteigerboards, Neopren („warm“ heißt 18-20 Grad) und freundlichen Unterricht gibt es bei Garys Surf School.

Weinprobe

Das klingt formeller als es ist. Locals sehen das „wine tasting“ locker, das geht auch in Shorts und Badelatschen. Groß und relativ touristisch ist Groot Constantia, netter ist Klein Constantia. Super sind die Tapas im etwas edleren „Bistro 1682“ im Weingut Steenberg, das von der Terrasse einen herrlichen Blick auf die Rückseite des Tafelbergs bietet. www.steenberg-vineyards.co.za

Baden mit Pinguinen

Radreise Südafrika

Radreise Südafrika

The Boulders – Pinguin-Kolonie in Simon’s Town

Ja, es gibt wirklich Pinguine in Südafrika. Eine der größten Kolonien lebt in Simon’s Town. Normalerweise wird man über hohe hölzerne Stege geschickt, um die befrackten Kerlchen von oben zu sehen. Besser geht man über den Parkplatz des „Boulders Beach Restaurants“. Am südlichen Ortsausgang in die Bellevue Rd. abbiegen, dann ins Naturreservat (kostet Eintritt) und durch ein Holztürchen nach rechts zum Strand. Da laufen einem die Pinguine fast übers Handtuch. Bitte nicht füttern oder ärgern.

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