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Sportler bei Stadler – Henri und Oscar fahren erfolgreich Crossbike-Rennen

Lesedauer: 4 Minuten

Henri und Oscar Uhlig sind 15 und 16 Jahre jung, kommen aus Regensburg und sind die Söhne von einem Werkstatt-Mitarbeiter bei Stadler in Regensburg. Wie ihr Vater sind auch die zwei im Radsport erfolgreich unterwegs. Sie fahren Straßen-, Cross- und Bahnrennen. Vor kurzem wurde Henri zum Sportler des Jahres 2016 in Mittelbayern nominiert. Wir wollten mehr über die beiden ambitionierten Brüder erfahren, die sich schon so früh für den Radsport begeistern.

Henri und Oscar, wie seid Ihr zum Radsport gekommen? Welches Alter hattet Ihr?

Zum Radsport sind wir durch unseren Vater Steffen gekommen. Er fuhr früher sehr erfolgreich Radrennen und hat uns den Sport sozusagen in die Wiege gelegt. Angefangen mit dem Rennsport haben wir im Alter von 10 bzw. 12.

Crossbike

Henri auf einem Cyclocross-Rennen

Ihr macht drei Disziplinen: Cyclocross, Bahnfahren und Straßenrennen. Womit habt Ihr angefangen?

Gestartet sind wir am Anfang mit dem Straßensport. Das war 2012. Erst ein Jahr später, 2013, haben wir dann mit dem Bahnradsport begonnen. Mit Cyclocross haben wir erst 2014 angefangen.

Wie unterscheiden sich die Disziplinen für Euch? Fällt Euch eine schwerer oder leichter?

Die Disziplinen unterscheiden wir an der Schwierigkeit. Cyclocross ist eigentlich das Schwerste, weil es viel mit Technik bzw. Fahrgeschick zu tun hat und mit viel Ausdauer verbunden ist. Bei der Bahn braucht man die Erfahrung, um vorne rein fahren zu können. Taktik ist hier aber genauso wie auf der Straße gefragt. Die Straße ist am einfachsten, weil es viele verschiedene Rennvarianten gibt und somit nicht viel Können für die kleineren Rennen gebraucht wird.

Crossbike

Oscar auf einem Cyclocrossrennen

Was waren Eure bisherigen Erfolge und wo soll es für Euch hingehen?

Henri: Ich gehöre dem Jugend-Nationalkader an und konnte auch schon erfolgreich eine Rundfahrt in dem Trikot fahren.
2015 habe ich Silber und 2017 Bronze bei der Deutschen Meisterschaft im Cyclocross gewonnen. 2016 gab es dann auch Bronze im Omnium.

2016 habe ich die Deutschen Bergmeisterschaften gewonnen und wurde zudem Bayerischer Meister im Zeitfahren und im Bergfahren. 2017 wurde ich Bayerischer Meister im Cyclocross.
Außerdem habe ich schon viele Spitzenplatzierungen bei Deutschen Meisterschaften erzielt, vor allem im Cyclocross und auf der Bahn. Auf deutscher Ebene zähle ich zu den Favoriten für den Gesamtsieg der BDR-Sichtung. Mein Ziel ist es dieses Jahr an der Eyof (European Youth Olympic Games) teilzunehmen.

Oscar: Ich habe einige gute Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften eingefahren. 2016 gewann ich den Bayerischer Meistertitel auf der Straße, danach gab es weitere Titel im Omnium und im Sprint auf der Bahn. 2017 belegte ich den 3. Platz im Cyclocross. Mein Ziel ist es mich weiter zu verbessern, und bei den großen Rennen auch in der höheren Altersklasse und bei den Junioren gut mithalten zu können.

Ihr geht noch zur Schule. Wie macht Ihr das mit dem Training? Nimmt das nicht zu viel Zeit ein? Bleibt da noch Zeit zum Lernen?

Das Training findet immer am Nachmittag statt. Vor allem im Winter ist es blöd, da es sehr früh dunkel wird und somit nicht viel Zeit bleibt, um mit dem Rad Kilometer zu sammeln. Den Winter verbringen wir meist in der Halle oder im Krafttraum. Da nicht viel Zeit zum Lernen bleibt, schauen wir uns auf Sportschulen um, damit wir in Zukunft den Sport mit der Schule besser verbinden können.

Wie sieht eine typische (Trainings-) Woche für Euch aus?

Unsere Woche ist sehr stark durchorganisiert. Nur mit dem richtigen Zeitmanagement und der Unterstützung unserer Eltern können wir so viel trainieren.

Vergangene Woche sind wir zum Beispiel am Samstag 100 km Rad gefahren. Am Sonntag 125 km mit ehemaligen Trainingskumpels von unserem Vater. Am Montag sind wir 45 km Rad gefahren. Dienstag hatten wir frei. An den anderen Tagen fahren wir meistens 40 – 50 km pro Tag mit dem Fahrrad zum Hallentraining. Am Wochenende dann wieder mehr (+ 100km).

Radfahren ist unsere große Leidenschaft und wenn wir mal einen Tag nicht aufs Rad steigen, dann nur weil das Wetter nicht mitspielt oder weil wir wissen, dass unser Körper auch eine Erholungsphase braucht. Doch auch unsere Eltern teilen die Leidenschaft für den Radsport. Würden sie nicht ähnlich darüber denken wie wir, dann würden sie uns nicht so sehr unterstützen, wie sie es tun.

In den Ferien fahren wir mit unseren Eltern in den Urlaub, um auch das Familienleben zu genießen zu können. Doch auch diese Urlaube werden zum Teil zum Trainingslager für uns.

Ihr habt den YouTube-Kanal „Cyclocross Portal“ gegründet und veröffentlicht Videos von z.B. Rennen. Wie kam Euch die Idee? Was steckt dahinter? Wen möchtet Ihr damit ansprechen?

Auf die Idee sind wir spontan gekommen. Wir hatten gerade ein Training und haben uns gedacht, ein kleines Technik-Video zu drehen. Das Video kam sehr gut an, worauf wir beschlossen hatten, mehr Tutorials zu drehen oder Videos von Rennen zu veröffentlichen. Wir möchten gerne Anfängern oder Fortgeschrittenen das Cyclocross fahren etwas leichter machen, damit sie mehr Spaß im Gelände haben.

Wo möchtet Ihr beruflich hin? Strebt Ihr eine Profi-Karriere an oder möchtet Ihr auf Social Media mit dem Thema beliebt werden? Habt ihr ganz andere Träume fernab vom Radfahren?

Wir geben natürlich alles um Profi zu werden, aber wir streben eine Berufsausbildung an, damit wir abgesichert sind, wenn es nicht mit dem Profiradsport klappen sollte. Den YouTube-Kanal machen wir nur nebenbei zum Spaß.

Crossbike

Henri & Oscar bei den Deutschen Bahnmeisterschaften in Cottbus

Was würdet Ihr jungen Menschen empfehlen, die mit dem Radsport beginnen möchten? Wie können sie einsteigen?

Am besten sucht man sich erst einmal einen Verein, der ein Rad zum Ausprobieren zur Verfügung stellen kann. Denn wenn man kurz danach wieder aufhört, weil es einem nicht gefällt, dann kann man das Rad wieder zurückgeben. Ein Radkauf sollte gut überlegt sein und den eigenen Ambitionen entsprechen.

Glücklicherweise hat unser Vater uns wegen seines Berufes stark unter die Arme greifen können und dafür gesorgt, dass wir uns um das Material nicht allzu sehr kümmern mussten. Jetzt konnten wir auch Stadler als Partner gewinnen, der uns mit Rennmaterial unterstützt. Dafür sind wir sehr dankbar.

Am Anfang wenn noch nicht die großen Erfolge rausspringen, einfach nicht aufgeben, zielstrebig trainieren und dann klappt es auch mit guten Ergebnissen.

 

 

Vielen Dank Henri & Oscar (und Familie)! Wir wünschen Euch weiterhin eine erfolgreiche Karriere im Radsport!

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