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Rennrad kaufen

Kaufberatung: Welches Rennrad steht mir? Eine kleine Typenkunde.

Lesedauer: 5 Minuten

Theoretisch ist die Definition eines Rennrads einfach: das beste Fahrrad, um möglichst schnell von A nach B, oder einen mehr oder weniger großen Kreis zu fahren, auch Rennradtour genannt 😉 Die Anfangsform des Rennrads ist schnell und kurz erklärt: Leichter, steifer Rahmen für gebeugte Sitzposition, schmale, harte Reifen für Speed, viele Gänge für maximale Geschwindigkeit in jeder Straßenneigung, ob flach, bergauf oder bergab. Komponenten, Schaltung und Bremsen möglichst leicht, um das Gesamtgewicht niedrig zu halten. Voilà – damit war und ist man flott, aber meist eher unkomfortabel unterwegs. Inzwischen mutierte auch das spartanische Rennrad in unterschiedliche Kategorien, um spezielle Anforderungen, auch die nach mehr Komfort, besser zu erfüllen.

Die verbreiteten Rahmenmaterialien sind hauptsächlich Aluminium oder Carbon. Stahl und Titan sind selten und nur für Liebhaber wirklich sinnvoll. Den Schaltungsmarkt teilen sich SHIMANO, SRAM und Campagnolo. Die Japaner stehen für große Auswahl, Zuverlässigkeit und Haltbarkeit. Die US-Firma SRAM gilt als innovativ. Sie setzt stark auf Leichtbau und eigene Konzepte zur Verbesserung des Schaltverhaltens. Macht die bissigsten Bremsen und hat auch Erfahrung mit Scheibenbremsen – bei Rennrädern auf dem Vormarsch. Die Italiener aus Vicenza stehen für noble feine Technik, die (preislich und technisch) erst oberhalb des Einsteigersegments beginnt und Fans italienischen Lebensstils anspricht.

Sehr gute Funktion und Bedienbarkeit gehört bei allen Schalt- und Bremsgruppen zur Grundausstattung, „Gurken“ gibt es fast nicht mehr. Mit steigendem Preis wächst die Anzahl der Gänge, das Gewicht sinkt und die Haltbarkeit der Teile nimmt zu, durch bessere Materialien oder feinere Oberflächenbehandlung – ähnlich dem Besuch eines Nobelrestaurants.

Die Fahrradbranche hat nun bereits 200 Jahre auf dem Rahmen (siehe auch „Die beste Erfindung der Welt„). Genügend Zeit also, um auch bei Rennrädern einige unterschiedliche Definitionen von „bestes Fahrrad“ zu entwickeln. Dies bringt dem Trainingswilligen oder Sportler Vorteile, da er passend zu den Vorlieben einen Rennradtyp wählen kann. Für den Einsteiger oder Neukäufer bedeutet es aber, sich einen Überblick zu verschaffen. Die „neuen“ aktuellen Kategorien sehen im Rennradmarkt je nach Einsatzvorlieben so aus:

Schnell und hart wäre sozusagen das Rennrad Klassik.

Schnell, sehr lang und bitte nicht ganz so hart sind die Attribute der Gattung Marathon oder Rennrad-Tour.

Für extrem schnell steht die Sparte Aero (Zeitfahren und Triathlon), während der Einsteiger- und Fitnessbereich eher unter die Kategorie zügig und alltagstauglich fällt.

Dann gibt es noch schnell, aber speziell für weibliche Sportler entwickelt.

Dreckig beschreiben die Gravelbikes und Cyclocross-Räder.

Wir erklären Euch anhand von Beispielen diese verschiedenen Kategorien und für wen sie Sinn machen:

Rennrad

Das Cannondale CAAD 12 Ultegra 3

Der Klassiker, also Schnell und hart, ist die ursprüngliche Form des Rennrads. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist das Cannondale CAAD 12. Noch klassischer wäre es mit einem Stahlrahmen, doch man sollte auch die Traditionsverliebtheit nicht übertreiben. Beim Cannondale erhält man einen äußerst zuverlässigen Highend-Alurahmen mit dem Gewicht eines Carbonrahmens, an dem wunderschöne, extrem leichte SL-Sl- CNC-gefräste Kurbeln arbeiten dürfen. Die Schaltgruppe ist ebenfalls bekannt für klaglosen Betrieb und lange, lange Haltbarkeit: SHIMANO Ultegra (22 Gang) ist für nahezu jeden Einsatzbereich geeignet. Nur Bergfexe sollten eventuell bei dem hinteren Ritzelpaket auf „mehr Zähne“ achten. Für Eleganz stehen die SpeedSAVE Carbongabel und integrierte Zugführung. Die nur 7,5 kg Komplettgewicht sind wettbewerbstauglich und machen auch am Berg noch Spaß. Damit ist das Cannondale CAAD 12 Ultegra ein zeitloser Klassiker mit modernster Technologie – und ein zuverlässiger Allrounder.

Wer mittlere Touren, Trainingseinheiten oder bereits Rennen fahren möchte, sollte zum Rennrad Klassik greifen.

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Focus Izalco Max RED eTap

Der High-Tech-Vertreter des Allrounders ist ein Typ wie das Focus Izalco Max RED eTap, sozusagen ein Rennrad auf Steroiden. Das ist merkbar am Preis, dafür gibt es aber super Technik aus deutschen Ingenieursgehirnen und auch noch deutsche Fertigung. Leider ist es so nicht renntauglich, weil die UCI, die höchste Kommisison der Welt für den Radsport, derzeit Scheibenbremsen nicht für Wettbewerbe zulässt. Wer keine UCI-genehmigte Rennen fahren will, erhält einen der leichtesten Serienrahmen überhaupt, hydraulische Discbrakes für beste Dosierbarkeit und Sicherheit bei schlechten Bedingungen. Die kabellose SRAM RED eTap Schaltung begeistert durch überragende Ergonomie, niedrigstes Gewicht und höchste Präzision. Steckachsen sorgen für maximale Fahrstabilität. Das Focus Izalco wurde von Profis für Profis und ambitionierte Fahrer für maximale Leistung entwickelt, dies merkt man an der kompromisslosen Renngeometrie und dem niedrigen Gesamtgewicht von unter 7 kg. Für Technik-Liebhaber und Radsportler, die unter 100 Kilometer nicht in den Sattel steigen.

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Dynamics RSL Pro

Die Rennrad-Gattung „Schnell, sehr lang und bitte nicht ganz so hart“ wurde entwickelt für Freunde von langen Touren oder Marathon-Rennen, oder Menschen, die einfach nicht jede überfahrene Zigarettenkippe spüren müssen. Bei aller Leistung steht Komfort und Langstrecken-Tauglichkeit im Vordergrund, oft durch leichte Veränderung der Geometrie erzielt. Dabei muss es nicht super-teuer sein, sich für einen Alpen-Marathon oder die 180-Kilometer-Runde auszustatten, wie das Dynamics RSL Pro zeigt. Es bietet einen komplett neuen leichten 7005 Alu-Rahmen mit langstreckentauglicher Geometrie, die hochwertige Vollcarbongabel bringt Komfort. Eine komplette SHIMANO Ultegra 22 Gang Schaltgruppe hält über Jahre und macht keine Probleme auf langen Distanzen. Für sichere Verzögerung, auch wenn’s mal nass wird, sind leistungsstarke Ultegra Direct-Mount Bremsen angeschraubt. Auch der Mavic Laufradsatz glänzt mit Zuverlässigkeit. Die detailverliebte Verarbeitung spricht jeden Radliebhaber an.

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TREK Domane SL Disc 6

Wer noch mehr Komfort, also Dämpfung von fiesem Untergrund und bei Leistungsorientiertheit eine entspanntere Sitzposition bevorzugt, kann hier im Hoch-Technik-Segment fündig werden, wie unser Beispiel Trek Domane SL 6 Disc zeigt. Es gibt einen supersteifen und gleichzeitig extrem leichten Rahmen aus OCLV-Carbon mit lebenslanger Garantie. Die Amerikaner aus Wisconsin erzielen eine überragende Vibrationsdämpfung durch ISO-Speed Gelenke vorne und hinten. Gleichzeitig setzt Trek mit diesem Modell auf Speed durch den gleichermaßen schnellen und leichten 40-mm Carbon-Laufradsatz, der für den täglichen Gebrauch gedacht ist. Die solide 22-Gang Ultegra Antriebsgruppe und hydraulische Discbrakes für maximale Sicherheit runden diese „Speed-Komfort-Langstrecken-Dauereinsatz-Maschine“ ab.

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SCOTT Contessa Speedster 35

Grundsätzlich ist es nicht nötig, dass Sportlerinnen und fitnessbewusste weibliche Radfans ein Rad der Kategorie [schnell, aber speziell] benötigen. Mit genügend Zeit beim Ausprobieren – welche wir natürlich unseren Kunden geben – finden Frauen passende Geometrien bei den kleineren Rahmengrößen im Rennradsegment. Allerdings machen sich große Hersteller durchaus sinnvolle Gedanken über die Ansprüche weiblicher Sportler, wie das SCOTT Contessa Speedster 35 zeigt. Damit will die erfahrene Firma SCOTT, die auch ein weibliches Contessa-Team sponsort, vor allem Beginnern den Einstieg erleichtern. Es wartet ein superschickes Einsteiger-Rennrad auf fitnessbewusste Frauen. Lenker, Sattel und Sitzposition sind speziell abgestimmt. Die hochwertige Verarbeitung sorgt für jahrelangen Fahrspaß. Die besonders leichtgängige, einfach bedienbare 2×9 Gang SHIMANO Schaltung bietet eine große Übersetzungsbandbreite auch für steile Anstiege. Wer damit in den Radsport einsteigt, trifft eine gute Entscheidung.

Ähnlich verlockend zeigt sich unser Beispiel der Sparte [zügig aber alltagstauglich], das BULLS Espresso Grinder. Der Fitness-Fan und Radsport-Einsteiger ein Universalgenie: Das BULLS ist Fitness-Rennrad und Offroad-Gravelbike in einem! Für die attraktive Preismarke liefert das Espresso Grinder eine besonders hochwertige Verarbeitung. Auch schwerere Fahrer brauchen schlechte Wetterverhältnisse nicht zu scheuen, denn die hydraulischen Scheibenbremsen sorgen für beste Verzögerung. Präzise Funktion bietet die neue, superedle 20 Gang Tiagra Compact-Schaltung. Nur der gerade Lenker, für Einsteiger etwas freundlicher und vor allem im Stadtverkehr einfacher zu handeln als ein Rennlenker, unterscheidet die flotte „Espressomühle“ vom Rennrad. Hervorzuheben sind die Carbongabel und die Ausstattung mit extrem schnellen, tubeless-ready Schwalbe G-One Reifen. Das BULLS Espresso Grinder ist definitiv optisch und technisch ein echtes Statement in seiner Klasse!

Die Kategorie [Extrem schnell] bezieht sich auf Aero-Räder für Zeitfahren und Triathleten. Ein spezieller Einsatzbereich, in den man sich ohne vorherige Erfahrung mit Rennrädern kaum begeben sollte. Die Sitzposition ist sehr speziell, nur wirklich gut trainierte Ausdauersportler kommen mit der tief geduckten Haltung und der Sattelposition fast direkt über dem Tretlager zurecht. Für das richtige Tri-Rad bedarf es guter Beratung bezüglich der Sitzposition und Kraftentfaltung. Wer trotzdem seine Rennrad-Leistung optimieren möchte, kann nach Rennrädern mit Aero-Auslegung fragen. Hier sind die Rahmen und Komponenten windströmungsgünstig ausgelegt, die Sitzposition aber noch rennradmäßig. Oft stecken auch Carbon-Aero-Laufräder in diesen Radtypen.

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